4. Januar 2011 - Argentinien, UNESCO

Iguazú Wasserfälle – Argentinien

Auch wer Wasserfälle absolut langweilig findet, wird von den Iguazú Fällen beeindruckt sein. Sie toppen alles. Ihre Größe, ihre Kraft und die Lautstärke sind schlichtweg spektakulär. Die Wasserfälle liegen zu gleichen Teilen in Argentinien und Brasilien in einem 2.100 km² großen Nationalpark, der hauptsächlich aus Regenwald besteht. In ihm leben Tausende Insektenarten, Hunderte Vogelarten sowie viele Säugetiere und Reptilien. Der geologische Ursprung der Fälle ist einfach. In Südbrasilien fließt der Rio Iguacú über ein Basaltplateau, das abrupt etwas östlich am Zusammenfluss des Rio Iguacú mit dem Rio Paraná abbricht. Dort, wo der Lavafluss endet, stürzen nun Tausende Kubikmeter Wasser in der Sekunde bis zu 80 m in die Tiefe. Bevor der Rio Iguacú die Wasserfälle erreicht, teilt er sich in zahlreiche Kanäle mit versteckten Riffen, Felsen und Inseln. Sie sind für die vielen ganz unterschiedlichen Kaskaden verantwortlich und bilden gemeinsam die berühmten Cataratas (Wasserfälle). Alle Einzelfälle zusammen gerechnet sind die Wasserfälle über 2 km breit.

Soviel zur Theorie. Ich habe mich recht früh auf die Beine gemacht, um heute zuerst die argentinische Seite der Cataratas zu besichtigen. Vom Busbahnhof, unweit meines Hostels, fährt alle 20 Mintuten ein Bus zum Eingang des Parque Nacional Iguazú. Der Eintritt kostet umgerechnet 15 €, die auch jeden einzelnen Euro wert sind. Zunächst steigt man am Eingang in eine Bimmelbahn, die einen ins Innere des Parks bringt. Im Park gibt es zwei Rundwege, den Paseo Superior und den Paseo Inferior, die ich natürlich zusammen mit Horden von Menschen abgelaufen bin. Am Wegesrand trifft man immer wieder auf Nasenbären und bunte, exotische Vogelarten.

 
Der Vorteil an der argentinischen Seite ist, dass man den Wasserfällen bis auf wenige Meter sehr nah kommt. So lässt es sich natürlich nicht vermeiden, durch die Gischt pitschnass zu werden. Das ist allerdings eine willkommen Erfrischung bei den tropischen Temperaturen. Sicherlich nicht nur aus meiner Sicht der spektakulärste aller Fälle ist die Teufelsschlucht. Von drei Seiten fällt hier der tosende Wasserfall über 80 m einem unklaren Ziel entgegen. Die Gischt vernebelt den Blick auf das Ende der Kaskade und steigt in einer Rauschfahne nach oben. Sie ist noch aus einigen Kilometer Entfernung zu sehen. Einfach ein toller Tag heute!!!

TIPP

Wer günstig übernachten will, der begebe sich ins «www.hostelparkiguazu.com.ar». Ein nettes Hostel, zentral gelegen, mit Swimmingpool und guter Wlan Verbindung.
Kosten: 16 € (90 ARS) für ein EZ mit Bad und Frühstück

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