2. September 2012 - Kuba, UNESCO

Einmal quer durch Kuba | Teil 2

Reiseroute (~500km): Manzanillo – Camagüey – Sancti Spiritus – Tal der Zuckermühlen – Trinidad

Wie an jedem Morgen stiegen wir erwartungsvoll in unseren liebgewordenen Reisebus. Wir ließen Manzanillo hinter uns und fuhren entlang unzähliger Zuckerrohrplantagen, Reisfelder und die für Kuba so typischen Königspalmen bis nach Camagüey, in die drittgrößte Stadt des Landes.

Das Stadtbild von CAMAGÜEY ist geprägt von vielen kleinen Plätzen, verwinkelten Straßen und Gassen sowie einer Vielzahl an Kirchen.

 
Wir wurden bereits von vier einheimischen Fahrradfahrern erwartet, die uns stolz auf ihren Rikschas durch die Altstadt führten.

 
Den Abend verbrachten wir zusammen mit Niuvis und Umberto, dessen sportlicher Adidas Einheitslook (Trikot, Short, Schuhe) so gar nicht in das Gesamtbild passen wollten. Ich glaube, er fühlte sich darin richtig weltmännisch. Nach einem Aperitif (Mojito – was sonst) an einem der zahlreichen Plätze, steuerten wir zum Abendessen ein bereits vorreserviertes Restaurant an. Das Essen war «so lala» und am Ende des Tages waren wir um eine Musik CD reicher, welche sich rückblickend als die Beste der Sammlung herausstellen sollte.

Auf dem Weg nach Trinidad, am mittlerweile vierten Reisetag, besichtigten wir das verschlafene Kolonialstädtchen SANCTI SPIRITUS, das von den meisten Reisenden fälschlicherweise links liegen gelassen wird.

 
Berühmt ist Sancti Spiritus für sein Karnevalstreiben im Juli. Leider haben wir davon nur am Rande etwas mitbekommen. Ich traute meinen Augen nicht, als wir über den Fleischmarkt schlenderten. Das Fleisch liegt unverpackt und ungekühlt auf den Theken und wird so von Sonne und Hitze schon mal vorgegart.

 
Wenige Kilometer vor Trinidad liegt das TAL DER ZUCKERROHRMÜHLEN. Es beherbergt rund 50 Zuckerrohrmühlen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die bedeutendste Attraktion des Tals ist der «Torre de Iznaga», auch als Sklaventurm bekannt. Die Sklaven wurden von der Turmglocke zur Arbeit gerufen und von Aufsehern überwacht. Heute gilt der Turm als Mahnmal.

 
TRINIDAD hat mich umgehauen. Ich wußte gar nicht wo ich zuerst hinschauen sollte. Ochsenkarren, Bananverkäufer und Menschen, die auf Eseln die Kopfsteinpflastergassen entlangreiten. Bonbonfarbene Kolonialhäuser mit kunstvoll geschmiedeten Fenstergittern vermittelt den Eindruck, man sei in die Kolonialzeit zurückversetzt. Es stimmt, was die Reiseführer schreiben: In wohl keiner anderen Stadt Kubas kann man das koloniale Flair der Insel so hautnah erleben wie hier.

 
Die Hälfte der Reise lag hinter uns. Keine Krankheiten oder Ermüdungserscheinungen in Sicht. Alle ziehen an einem Strang – so muss es sein. Lediglich die Verarbeitung all der neu gewonnenen Eindrücke, fiel jedem aufgrund der Vielzahl und dem hohen Reisetempo schwer.

Ein Kommentar bei: Einmal quer durch Kuba | Teil 2

  1. Ein super Reise Video durch Kuba! Mit schönem Son de Cuba. Wie heißt die Musikgruppe die die Musik spielt? Sehr schön …

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